„Was wir hier lernen, ist in erster Linie, die Wahrnehmung zu schulen, unsere Sinne für Stimmungen zu öffnen. Kommunikationsdesign ist für mich Poesie mit Strategie.“

Verena Blöchl
Absolventin der Höheren Abteilung Grafik- und Kommunikationsdesign

Höhere Abteilung Grafik- und Kommunikationsdesign

Was ist Kommunikationsdesign / Mediendesign?

Mediendesigner/-innen gestalten Inserate, Prospekte, Kataloge, Plakate, Logos, Drucksorten, Warenpackungen, Ausstellungen sowie Zeitschriften und Illustrationen.

Sie erstellen Texte, Bilder und Grafiken für multimediale Produkte mit Hilfe von Computern für screenbasierte Medien. Sie gestalten Websites und CD-ROMs sowie Inserts, Trailer und Jingles bei Film- und Fernsehproduktionen, Informationsterminals, Handyapplikationen und Spiele.

Mediendesigner gelten als „Architekten” medialer Kommunikation, da sie sowohl über künstlerische und kreative als auch technische Kompetenzen verfügen und die Gestaltungs- und Produktionsprozesse in beiden Bereichen managen können.

Welche Lehrinhalte werden vermittelt?

Die Ausbildung umfasst die kreative Konzeption, Gestaltung und Produktion der klassischen Printmedien sowie kommunikativer Medien wie Grafik, Video, Animation und Fotografie, sowie deren Vernetzung.

Einerseits geht es um die Entwicklung methodisch-konzeptioneller, künstlerischer und gestalterischer Vorgehensweisen, andererseits um die  praxisnahe Anwendung theoretischen, wissenschaftlichen und technischen Wissens.

Die künstlerische Auseinandersetzung mit Gestaltungs- und Wahrnehmungsprinzipien als Basis zur Entwicklung ästhetischer Kompetenz bildet einen weiteren Schwerpunkt.

Wie wird gelehrt?

Die Schüler bearbeiten an die Praxis angelehnte Konzeptions- und Gestaltungsaufträge und stellen durch das Ausarbeiten und Präsentieren von konkreten Kommunikationsprojekten ihr Können unter Beweis.Mehrere Computerateliers, Internetzugang in allen Klassen und Laptopklassen sowie ein Fotostudio und ein Pool an Foto- und Videokameras steht den Schülern zur Verfügung.

Welche Perspektiven bietet die Ausbildung?

Eine Ausbildung an der HTL für Grafik- und Kommunikationsdesign eröffnet unseren Absolventen als Kommunikationsdesigner vielseitige Perspektiven in den modernen Medienberufen wie etwa in Werbeagenturen, Verlagen, Agenturen für multimediale Kommunikation, im Bereich Film- und Fotoproduktionen, Funk und Fernsehen, in Event- und Marketingagenturen, Museumsgestalter.Die Absolventen werden dahingehend gefördert, Teamfähigkeit und "soziale Kompetenz" zu bilden sowie eigenständig und strukturiert an Aufgaben heranzugehen, da dies neben der fachlichen Kompetenz weitere wesentlicher Erfolgsfaktoren für die weitere Karriere sind. Es wird somit ein umfassendes Konzept angeboten, um einen erfolgreichen Einstieg in  das Berufsleben oder ein weiterer führendes Studium zu ermöglichen.

Stundentafel Höhere Abteilung Grafik- und Kommunikationsdesign

Jahrgang I II III IV V
           
A. Allgemeine Pflichtgegenstände          
Religion2 2 2 2 2
Deutsch 3 2 2 2 2
Englisch 3 2 2 2 2
Geografie, Geschichte und Politische Bildung 2 2 2 2 -
Bewegung und Sport2 2 2 1 1
Angewandte Mathematik 3 2 2 2 2
Naturwissenschaften 2 2 2 2 -
Wirtschaft und Recht - - - 2 3
          
B. Fachtheorie und Fachpraxis          
Entwurf 9 9 9 9 9
Darstellung und Komposition 4 4 3 3 -
Medientechnologien und angewandte Informatik 5 5 5 5 6
Typografie - 2 2 1 2
Kommunikationsdesign 1 2 2 4 4
Kunstgeschichte und Kulturphilosophie - - 2 2 2
         
Verbindliche Übung         
Soziale und personale Kompetenz 1 1 - - -
           
Gesamt-Wochenstunden 37 37 37 39 35
Pflichtpraktikum: Mindestens 8 Wochen in der unterrichtsfreien Zeit vor Eintritt in den V. Jahrgang

Unterrichtsbeispiele

„Tinkering” - oder: über den Tellerrand schauen

Elektronik zu verwenden (was in allen unseren Ausbildungszweigen intensiv praktiziert wird) ist nur eine Sache. Eine ganz andere ist, auch ein Verständnis für die internen Abläufe zu entwicklen. Eine sehr aktive Gruppe der 4GB trifft sich wöchentlich unter Anleitung von Robert Feix zwei Stunden, um elektronische Grundlagen zu erwerben.

„Tinkering“ und „Making“ – Aufbau elektronischer Schaltungen, Löten, Mikrocontroller programmieren, aber auch das Zerlegen und Wiederverwerten elektronischer Geräte – stehen auf dem Programm. Passend zur Jahreszeit ist der Schwerpunkt derzeit „Alles was leuchtet und blinkt“.

Dezember 2014