Ein kunst-voller Ausflug

Am Mittwoch, 9. November 2016 traf sich die Religionsgruppe der 4 GB am frühen Morgen statt in der Schule am Linzer Hauptbahnhof und machte sich nach Kremsmünster auf. Eine bau- und kunstgeschichtliche Führung durch das bekannte Stift stand am Programm. Noch während der Wartezeit auf den Beginn der Führung wurde der Klosterladen geplündert, wobei sich die „Holy Bible“ in edlem Design um Euro 2,20 als besonderer Verkaufsschlager erwies. Wer diesem unglaublichem Angebot auf den Grund kommen möchte, beobachte manche der Religionsgruppe in den nächsten Tagen wenn sie sich Notizen machen.  Die Gruppe zeigte sich begeistert von der engagierten Leiterin der Führung, die uns neben vielen interessanten geschichtlichen und fachlichen Details auch so manche spannende Zusatzinformation lieferte. Wer etwa wissen möchte, was „Barock“ eigentlich heißt oder warum ein Buch „Buch“ genannt wird und warum ein solches „aufgeschlagen“ wird, der möge bei den TeilnehmerInnen nachfragen. Spannend war es auch, eine eigentlich plane Decke zu sehen, die sich dem Betrachter durch geschickte Deckenmalerei gewölbt zeigte und umgekehrt eine an sich gewölbte, die ganz eben erschien. Nach Tassilo-Kelch, Brueghel, Kremser Schmidt und vielem mehr war die Lust auf Wiener Schnitzel schon groß und so ließ die Gruppe den Halbtag in einem feinen Kremsmünsterer Gasthaus gemütlich ausklingen.

Text und Betreuung des Lehrausgangs: Günther Waldhör
Bilder: Ansichtskarten aus Stiftsladen und privat

Bilder: Ansichtskarten aus Stiftsladen und privat
Bilder: Ansichtskarten aus Stiftsladen und privat
Bilder: Ansichtskarten aus Stiftsladen und privat

Ostergottesdienst in der ehemaligen Linzer Tuchfabrik

„Lebendig“ in die Ostertage

Am letzten Unterrichtstag vor den Osterferien ist es schon seit Jahren Tradition, dass ein Teil unserer Schulgemeinschaft einen vorösterlichen, ökumenischen Gottesdienst feiert. Ebenso traditionellerweise findet diese Feier jedes Jahr an einem anderen -  besonders ausgewählten -  Ort statt. Heuer war dies die Linzer Pfarrkirche „Marcel Callo“ im Stadtteil Auwiesen. Über 200 Schülerinnen und Schüler  feierten nicht nur unter dem Motto „lebendig“ gemeinsam Gottesdienst, sondern hörten auch vom „Hausherrn“ Pfarrer Rupert Granegger die spannende Geschichte der Entstehung dieser Kirche, die aus der ehemaligen Linzer Tuchfabrik hervorging sowie jene des Namenspatrons Marcel Callo. Auch konnte die sehenswerte Taufkapelle besichtigt werden, die direkt über dem Auwiesen-Bach gebaut wurde.  Zur Stärkung auf dem Weg zurück in die Schule und zum Bauhof  sowie in weiterer Folge in die Ferien gab es noch 100 leckere Osterpinzen, die aufgrund der Bereitschaft aller großzügig zu teilen für mehr als doppelt so viele Personen reichten.

Besuch der Linzer Synagoge

Die 2BTF besuchte  im Rahmen des katholischen Religionsunterrichts  die Synagoge in der Bethlehemstraße. Der moderne Bau stammt aus dem Jahr 1968. Der alte Linzer Tempel wurde 1938 in der Pogromnacht von den Nationalsozialisten zerstört.

Frau Herman, die Präsidentin der jüdischen Kultusgemeinde Linz führte uns durch die Synagoge und beantwortete geduldig unsere Fragen. Im Anschluss gab es eine orientalische Agape, die wir im Gemeinschaftsraum gierig verspeisten.

Begleitender Lehrer:  Prof. N. Laggner

25. Januar 2016

Der Erwartungs-Helfer

Von „nie gesehen“ bis „ich freu' mich schon jeden Tag auf das neue Bild“, von „Miass ma des mochn?“ bis „Derf ma des eh wieda mochn?“ – die Palette möglicher Reaktionen auf Kenntnis und Gestaltung unseres HTL-Adventkalenders ist breit. Aber seit 1. Dezember steht er wieder an seinem Platz im 1. Stock vor dem großen Mandala – nun schon das vierte Jahr hintereinander.

Auf Initiative von Frau Professor Andrea Oberprantacher und unter Mitarbeit der Kollegen aus dem Religionsunterricht entstehen ab November in verschiedenen Klassen Plakate mit adventlich-weihnachtlichen Motiven. Vom Kekserl-Rezept über Wissenswertes hin zu Nachdenklichem, vom Märchenhaften über Schräges hin zu Literarischem – es gibt nichts was es nicht gibt auf unseren Adventkalenderblättern, die wir von den Schülerinnen und Schülern erhalten. Jedes Plakat wird begleitet von einem goldenen Stern mit einer Zahl von 1 bis 24. Je mehr Sterne auf unserem Adventkalender angebracht sind, umso näher rückt das Geburtsfest Jesu. Und je näher Weihnachten rückt, desto näher sind auch schon die ersehnten zugehörigen Ferien. So gesehen hilft der Adventkalender gleich zweimal beim Warten …

15. Dezember 2015

Ausflüge in die Geschichte

Am Mittwoch, 4. November startete die kleine, aber feine Religionsgruppe des Bautechnik-Vorkollegs unter der Leitung von Herrn Prof. Günther Waldhör mit ihrem geblockten Religionsunterricht. Wie schon in den Jahren zuvor werden die Religionsstunden des Semesters mit Lehrausgängen abgedeckt.

Diesmal ging es zunächst in das Karmelzentrum an der Linzer Landstraße zur Besichtigung der Krypta.  Diese mehr als dreihundert Jahre alte Unterkirche beeindruckte mit ihrer schlichten spirituellen Kraft ebenso wie mit ihrer spannenden Bau- und Vewendungsgeschichte. Nach einem Besuch im angeschlossenen Klosterladen und einem gemeinsamen Abendessen ging es weiter in das diözesane „Haus der Frau“. Dort fand ein Abend zu Oskar und Emilie Schindler, bekannt aus dem berühmten Film von Steven Spielberg „Schindlers Liste“, statt.

Frau Erika Rosenberg-Band, Autorin mehrerer Bücher zum Thema und persönliche Freundin von Emilie Schindler, referierte über ihre Forschungen und persönlichen Erlebnisse.  Eine bedeutsame Erkenntnis, die man aus dem Film nicht bekommt, ist, dass Emilie Schindler an der Rettung von etwa 1200 Jüdinnen und Juden genauso aktiv beteiligt war wie ihr Mann Oskar. Diese und andere Hintergrundinformationen zum geschichtlichen Ereignis und zum Film wurden beim abschließenden Buffet noch heiß diskutiert.

9. November 2015

„Aktion Kilo“ und Kochaktion für die Wärmestube

Ein aufwändiges Sozialprojekt absolvierte die Religionsgruppe der 2 GB im Juni. Nach Vorstellung diverser Projekte im Religionsunterricht mit Herrn Prof. Günther Waldhör und Frau Evelyn Mallinger von der Young Caritas entschied man sich für das gemeinsame Kochen für die Wärmestube der Caritas.

Die nötigen Vorbesprechungen und Vorarbeiten fanden in einigen Religionsstunden statt. Mit der so genannten „Aktion Kilo“ startete die Aktion. Mit Einkaufslisten bewaffnet, auf der die für das Kochen benötigten Lebensmittel aufgeführt waren, standen zwei SchülerInnengruppen vor zwei Geschäften in der Linzer Innenstadt und baten die Kundinnen und Kunden des jeweiligen Marktes, bei ihrem Einkauf ein Produkt dieser Liste als Spende mitzukaufen. Nach zwei Einsatztagen – jeweils eine Stunde – hatte man alles – und einiges mehr – beisammen. „Ich war erstaunt, wie nett die Einkäufer auf unser Anliegen reagierten!“ war eine oft gehörte Rückmeldung.

Am Freitag, 12. Juni stand der Vormittag ganz im Zeichen des gemeinsamen Kochens in der Wärmestube in der Linzer Dinghoferstraße. Rund 60 Portionen leckerer Spaghetti Bolognese wurden gemeinsam zubereitet. Auch für eine Suppe als Vorspeise wurde alles vorbereitet. Beim gemeinsamen Essen mit dem Leiter der Einrichtung, Herrn Klaus Schwarzgruber, und einigen weiteren Mitarbeiterinnen erfuhr die Gruppe dann interessante Details aus dieser wichtigen Arbeit mit obdachlos gewordenen oder unter einem anderen Schicksal leidenden Personen. Zudem konnten sich alle von der hervorragenden Qualität des zubereiteten Menus überzeugen. Die Belegschaft der Wärmestube wiederum staunte über die künstlerisch gestaltete Menu-Karte. Eine nach diesem Jahr von der Schule scheidende Schülerin überraschte die Gruppe dann noch mit selbst zubereiteten veganen Muffins, die allen ausgezeichnet mundeten.

„Wir waren begeistert von der Aktion, begeistert auch von dem, was wir zusammen geleistet haben und von der Gemeinschaft, die sich dadurch ergeben hat. Ein wenig enttäuscht waren wir, dass wir die Obdachlosen nicht persönlich kennen lernen konnten!“ so der Tenor der Schülerinnen und Schüler. Die Wärmestube öffnet für die Besucher und Besucherinnen nämlich am Nachmittag und das Essen wird erst ab etwa 16.00 Uhr ausgegeben. „Wir wissen, dass wir da einen wichtigen Teil den Schülerinnen und Schülern nicht bieten können. Aber wir bitten um Verständnis, dass wir die – ohnehin oft sehr problematische – Privatsphäre unserer Besucher schützen wollen und müssen!“, so die für alle verständliche Antwort von Herrn Schwarzgruber.

Bereits bei der Nachbesprechung schmiedete die Gruppe schon wieder Pläne für eine weitere Sozialaktion im Herbst – dann bereits als „Drittklasser“!

12. Juni 2015